Wer in der Werkstatt regelmäßig präzise Bohrungen setzen muss, kommt an einer Tischbohrmaschine nicht vorbei. Ob Holz, Metall oder Kunststoff – eine gute Säulenbohrmaschine sorgt für exakte, wiederholbare Ergebnisse, die mit einer Handbohrmaschine schlicht nicht erreichbar sind. Der stabile Aufbau, die einstellbare Drehzahl und der kontrollierte Vorschub machen sie zum unverzichtbaren Werkzeug für ambitionierte Heimwerker und Profis gleichermaßen.
Doch die Auswahl ist groß: Vom kompakten Einsteigermodell für bis zur massiven Profi-Standbohrmaschine für reicht das Spektrum. Worauf kommt es wirklich an? Welche Maschine passt zu deiner Werkstatt und deinen Anforderungen? Wir haben sechs aktuelle Tischbohrmaschinen ausführlich verglichen – mit echten Specs, konkreten Stärken und Schwächen und einer klaren Empfehlung für jeden Einsatzzweck.
In diesem umfassenden Vergleich erfährst du, welche Maschine im Tischbohrmaschine Test 2026 überzeugt, worauf du beim Kauf achten solltest und welches Modell das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bietet.
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Autor: Die HolzTools-Redaktion | Aktualisiert: Februar 2026
Tischbohrmaschinen im Vergleich: Die Übersicht
| Modell | Motor | Bohrkapazität Stahl/Holz | Drehzahl | Bohrhub | Gewicht |
|---|---|---|---|---|---|
| Testsieger | 710 W | 13 mm / 40 mm | 200–0 U/min (stufenlos, 2-Gang) | 90 mm | 11,2 kg |
| Einhell TE-BD 750 E | 750 W | 16 mm / 40 mm | 450–0 U/min (stufenlos) | 80 mm | 30 kg |
| Scheppach DP19 Vario 💰 Preistipp | 550 W | 13 mm / 30 mm | 440–0 U/min (stufenlos) | 50 mm | 27 kg |
| Scheppach DP55 | 710 W | 13 mm / 30 mm | 500–0 U/min (stufenlos) | 50 mm | 25 kg |
| Optimum OptiDrill DQ 20V 🏆 Profi-Klasse | 750 W | 20 mm / 50 mm | 170–0 U/min (stufenlos) | 80 mm | 68 kg |
| Bernardo TB 14 T | 550 W | 14 mm / 30 mm | 210–0 U/min (12 Stufen) | 60 mm | 38 kg |
Unser Testsieger: Bosch PBD 40
Die Bosch PBD 40 setzt sich in unserem Tischbohrmaschine Test 2026 als Gesamtsieger durch – und das aus gutem Grund. Keine andere Maschine in dieser Preisklasse bietet eine derart durchdachte Ausstattung: Laserkreuz zur exakten Positionierung, digitale Bohrtiefenanzeige, elektronisch regelbare Drehzahl in zwei Gängen und einen mitgelieferten Parallelanschlag. Für die meisten Heimwerker ist sie die beste Wahl – präzise, komfortabel und zuverlässig.
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Die besten Tischbohrmaschinen 2026 im Detail
1. Bosch PBD 40 – Testsieger für Heimwerker
Die Bosch PBD 40 ist seit Jahren der Maßstab im Heimwerker-Segment – und das zu Recht. Mit 710 Watt bringt sie genügend Leistung für die allermeisten Bohraufgaben mit, ohne dabei überdimensioniert zu sein. Das Herzstück ist das elektronisch geregelte 2-Gang-Getriebe: Im ersten Gang stehen 200 bis 850 U/min für Metallbohrungen zur Verfügung, im zweiten Gang bis zu0 U/min für Holz und Kunststoff. Die Drehzahl bleibt dabei auch unter Last konstant – ein entscheidender Vorteil gegenüber günstigeren Modellen mit reiner Riemenverstellung.
Was die PBD 40 einzigartig macht, ist ihre Ausstattung: Ein präzises Laserkreuz markiert exakt die Bohrstelle auf dem Werkstück. Die digitale Bohrtiefenanzeige zeigt millimetergenau, wie tief der Bohrer bereits eingedrungen ist. Der mitgelieferte Parallelanschlag und die integrierte Schnellspannklemme ermöglichen sofortiges, sicheres Arbeiten ohne Zubehörkäufe. Mit 90 mm Hub bietet sie zudem den größten Bohrweg in unserem Vergleich – ideal für tiefe Bohrungen in einem Durchgang.
Technische Daten:
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3. Scheppach DP19 Vario – Preistipp
Wer eine solide Tischbohrmaschine mit stufenloser Drehzahlregelung sucht und dabei bleiben möchte, kommt an der Scheppach DP19 Vario kaum vorbei. Das Gehäuse aus Gusseisen verleiht der Maschine eine Stabilität, die man in dieser Preisklasse nicht erwartet – 27 kg Eigengewicht sprechen eine deutliche Sprache. Die Drehzahl lässt sich stufenlos von 440 bis0 U/min regeln und wird auf einem digitalen Display angezeigt.
Für den Preis bietet die DP19 Vario erstaunlich viel: Ein Positionslaser hilft beim Ausrichten der Bohrstelle, der Bohrtisch ist um ±45° neig- und schwenkbar, und die Bedienung erfolgt werkzeuglos. Die 550-Watt-Leistung reicht für die meisten Heimwerker-Anwendungen – von Holzbohrungen bis hin zu dünnerem Stahl. Wer allerdings regelmäßig in dickerem Metall bohrt, stößt hier an Grenzen.
Technische Daten:
- Gratige T-Nuten-Führung – die Kanten der T-Nuten sind ab Werk teils unsauber entgratet, Nacharbeit empfehlenswert
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6. Bernardo TB 14 T – Solider Österreicher mit Tradition
Die Bernardo TB 14 T ist ein klassischer Vertreter der Riemenscheiben-Säulenbohrmaschine. Statt elektronischer Drehzahlregelung setzt sie auf ein bewährtes 12-Stufen-Riemengetriebe mit Drehzahlen von 210 bis0 U/min. Das klingt altmodisch, hat aber einen entscheidenden Vorteil: Das volle Drehmoment steht bei jeder eingestellten Drehzahl zur Verfügung – ein physikalischer Vorteil gegenüber rein elektronisch geregelten Motoren.
Die Verarbeitungsqualität der Bernardo ist spürbar höher als bei günstigeren Modellen. Die Oberflächen sind sauber geschliffen, die Säule steht solide, und der Bohrtisch lässt sich per Handkurbel über eine Zahnstange stufenlos in der Höhe verstellen. Mit 38 kg bringt sie genügend Masse für vibrationsarmes Arbeiten mit. Ein separater Not-Halt-Schlagschalter – nicht nur ein roter Knopf, sondern ein richtiger Pilzschalter – zeigt den Semi-Profi-Anspruch der Maschine.
Technische Daten:
- Motor: 550 W
- Bohrkapazität: 14 mm (Stahl) / 30 mm (Holz)
- Drehzahl: 210–0 U/min (12 Stufen, Riemengetriebe)
- Bohrhub: 60 mm
- Bohrfutter: Zahnkranzbohrfutter bis 16 mm
- Max. Werkstückhöhe: 395 mm
- Bohrtisch: höhenverstellbar per Kurbel, neig- und drehbar
- Gewicht: 38 kg
✅ Das gefällt uns:
- 12-Stufen-Riemengetriebe – volles Drehmoment auf jeder Stufe, kein Leistungsverlust bei niedrigen Drehzahlen wie bei elektronisch geregelten Modellen
- Not-Halt-Pilzschalter – ein echter Sicherheits-Schlagschalter wie an Industriemaschinen, nicht nur ein kleiner Knopf
- Höhenverstellung per Zahnstange und Kurbel – präzise, gleichmäßige Tischverstellung ohne Wackeln oder Verrutschen
- Hochwertige Verarbeitung – sauber geschliffene Oberflächen und solide Materialien heben die Bernardo von der Billigkonkurrenz ab
❌ Könnte besser sein:
- Kein Laser, kein Parallelanschlag – für präzise Serienbohrungen muss beides separat beschafft werden
- Drehzahlwechsel umständlich – bei jedem Wechsel muss der Riemen manuell auf andere Scheiben umgelegt werden, Deckel auf, Riemen umsetzen, Deckel zu
- Nur 60 mm Bohrhub – der zweitkleinste Wert im Vergleich, tiefe Bohrungen in einem Durchgang sind eingeschränkt
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Kaufberatung: Worauf du bei einer Tischbohrmaschine achten solltest
⚡ Motorleistung – Wie viel Watt brauche ich?
Die Wattzahl allein sagt wenig aus. Entscheidend ist die Kombination aus Leistung und Antriebsart:
- 500–550 W → reicht für reine Holzbearbeitung
- Ab 700 W → nötig, wenn du regelmäßig in Stahl bohrst
💡 Wichtig: Ein Riemengetriebe überträgt bei niedrigen Drehzahlen mehr Kraft als reine Elektronik. Eine 550-W-Maschine mit Riemenantrieb kann im Metall besser arbeiten als ein 710-W-Modell mit reiner Elektronik.
🎛️ Drehzahlregulierung – Stufen oder stufenlos?
Zwei Systeme im Vergleich:
- Stufenlose Regelung → komfortabel per Drehrad/Taster, kein Riemen-Umlegen nötig
- Riemenscheiben → Gehäusedeckel öffnen, Riemen manuell umsetzen. Umständlicher, aber besseres Drehmoment bei niedrigen Drehzahlen
🏆 Beste Lösung: Kombination aus mechanischem 2-Gang-Getriebe + elektronischer Regelung (z. B. Bosch PBD 40)
📏 Bohrhub – Wie tief kann ich bohren?
Der Bohrhub (Pinolhub) bestimmt die maximale Bohrtiefe in einem Durchgang:
- 90 mm → exzellent (Bosch PBD 40)
- 60–70 mm → solider Standard
- 50 mm → Minimum (Scheppach-Modelle)
Bei zu kurzem Hub muss der Tisch nachgestellt werden — das kostet Präzision. Für Durchgangsbohrungen in dickem Material ist ein großer Hub unverzichtbar.
🪵 Bohrtisch – Größe, Neigung, Höhenverstellung
Checklist für den Bohrtisch:
- ✅ Neigbar – ermöglicht Schrägbohrungen ohne separate Vorrichtung
- ✅ Höhenverstellung per Zahnstange + Kurbel – deutlich komfortabler als Klemmung per Handschraube
- ✅ T-Nuten – Pflicht für die Befestigung von Maschinenschraubstöcken (Muss für Metallarbeiten)
- ✅ Mindestens 200 × 200 mm Tischfläche, besser mehr
🔧 Bohrfutter – Schnellspann oder Zahnkranz?
- Schnellspannfutter → Bohrerwechsel in Sekunden, ohne Schlüssel. Beste Wahl für die meisten Heimwerker
- Zahnkranzfutter → höhere Spannkraft, aber umständlicher. Sinnvoll für große Bohrer in Metall
- MK2-Spindelaufnahme → Profi-Option für maximale Flexibilität
⚖️ Gewicht und Stabilität
Mehr Gewicht = weniger Vibration. So ordnest du das ein:
- Unter 15 kg → wandert bei großen Bohrern, unbedingt an der Werkbank verschrauben
- Ab 25 kg → steht in der Regel stabil
- Ab 40 kg → Standfestigkeit kein Thema mehr
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist der Unterschied zwischen Tischbohrmaschine, Standbohrmaschine und Säulenbohrmaschine?
Die Begriffe werden oft synonym verwendet, meinen aber Unterschiedliches:
- Tischbohrmaschine – hat einen eigenen Bohrtisch für das Werkstück (trifft auf fast alle stationären Modelle zu)
- Säulenbohrmaschine – an einer Säule aufgebaut (im Gegensatz zur Ständerbauweise)
- Standbohrmaschine – steht auf dem Boden statt auf der Werkbank
In der Praxis sind die meisten Heimwerker-Modelle Säulen-Tischbohrmaschinen, die auf der Werkbank stehen.
Welche Drehzahl brauche ich für welches Material?
Faustregel: Je härter das Material und je größer der Bohrer, desto niedriger die Drehzahl.
Richtwerte für einen 10-mm-Bohrer:
- Stahl → ca. 900 U/min (HSS-Bohrer)
- Aluminium → ca. 1.500–2.000 U/min
- Holz → 2.500–3.000 U/min
💡 Eine Drehzahltabelle ist oft am Gehäuse der Maschine angebracht.
Muss ich die Tischbohrmaschine an der Werkbank festschrauben?
Ja, unbedingt – zumindest bei Modellen unter 25 kg. Aber auch schwere Maschinen sollten verschraubt werden: Die Drehbewegung des Bohrers übt seitliche Kraft aus, die die Maschine zum Wandern bringt. Alle Modelle in unserem Vergleich haben Bohrungen im Standfuß für die Befestigung.
Kann ich mit einer Tischbohrmaschine auch Gewinde schneiden?
Grundsätzlich ja — mit einem Gewindebohrer im Bohrfutter. Die Maschine dient dann als Führung.
⚠️ Wichtig: Den Gewindebohrer nur im Leerlauf (per Hand über den Hebel) eindrehen. Maschinelles Gewindeschneiden erfordert spezielle Gewindeschneidköpfe und eine Umkehrfunktion, die Tischbohrmaschinen nicht bieten.
Brauche ich einen separaten Maschinenschraubstock?
- Für Metall: Ja, unverzichtbar — das Werkstück darf sich beim Bohren nie in der Hand drehen (Verletzungsgefahr!)
- Für Holz: Parallelanschlag oder Schnellspannklemme reicht oft aus
Modelle mit T-Nuten im Bohrtisch (z. B. Optimum OptiDrill DQ 20V) bieten die beste Aufnahme für Schraubstöcke.
Wie laut ist eine Tischbohrmaschine?
- Leerlauf: ca. 60–70 dB
- Unter Last (Metall): 80–90 dB → Gehörschutz empfehlenswert
💡 Modelle mit Induktionsmotor (z. B. Einhell TE-BD 750 E) sind deutlich leiser als solche mit Universalmotor.
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Quellen & weiterführende Informationen
- 📖 BGHM – Sicherheit an Holzbearbeitungsmaschinen
- 📖 Wikipedia – Bohrmaschine
- 📖 selbst.de – Heimwerker-Tipps und Anleitungen
Fazit: Welche Tischbohrmaschine ist die richtige für dich?
Die Wahl der richtigen Tischbohrmaschine hängt von deinem Einsatzprofil ab. Hier unsere Empfehlungen nach Anwendungsfall:
- Für die meisten Heimwerker: Die Bosch PBD 40 ist unser Testsieger. Laserkreuz, digitale Bohrtiefenanzeige, Konstantelektronik und der komplette Lieferumfang machen sie zur komfortabelsten Maschine im Vergleich. Mit 710 W und 90 mm Bohrhub reicht sie für 95 % aller Heimwerker-Aufgaben.
- Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis: Die Scheppach DP19 Vario bietet für Gusseisen-Gehäuse, Positionslaser und stufenlose Drehzahlregelung. Wer mehr Arbeitsfläche braucht, greift zur Scheppach DP55 für rund 20 Euro mehr.
- Für Metallbearbeitung und Profi-Einsatz: Die Optimum OptiDrill DQ 20V ist die mit Abstand massivste und leistungsfähigste Maschine im Vergleich. 20 mm Bohrkapazität in Stahl, 68 kg Eigengewicht und T-Nuten – das ist Werkstattqualität.
- Für den vielseitigen Werkstatt-Allrounder: Die Einhell TE-BD 750 E verbindet hohe Leistung (750 W) mit professioneller MK2-Aufnahme und neigbarem Tisch – ideal, wenn du sowohl Holz als auch Metall bearbeitest.
- Für Puristen und Traditionalisten: Die Bernardo TB 14 T überzeugt mit klassischem Riemengetriebe, hochwertiger Verarbeitung und einem echten Not-Halt-Pilzschalter. Solide Technik ohne elektronischen Schnickschnack.
Egal für welches Modell du dich entscheidest: Achte darauf, die Maschine fest mit der Werkbank zu verschrauben, verwende immer einen Maschinenschraubstock für Metallarbeiten und trage eine Schutzbrille. Dann steht präzisen Bohrungen nichts mehr im Weg.
