Bandsäge Test 2026: Die 5 besten Bandsägen für Holz im Vergleich



Ob geschwungene Kurvenschnitte in 40 mm Buche, exakte Leistenschnitte für dein nächstes Möbelprojekt oder das Auftrennen dicker Kanthölzer – eine gute Bandsäge gehört zu den vielseitigsten Maschinen in jeder Holzwerkstatt. Anders als Kreissägen erzeugt das endlose Sägeband kaum Materialverlust, ermöglicht Radien und arbeitet dabei erstaunlich leise. Kein Wunder, dass immer mehr Hobby- und Heimwerker eine Bandsäge auf ihrer Wunschliste haben.

Doch der Markt ist groß: Zwischen der kompakten Einsteiger-Bandsäge für unter und der semiprofessionellen Präzisionsmaschine für über liegen Welten – bei Schnitthöhe, Laufruhe, Tischqualität und Bandführung. Wir haben für diesen Bandsäge Test 2026 fünf aktuelle Modelle von Scheppach, Metabo, Einhell und Record Power gründlich verglichen. Dabei haben wir auf die Punkte geachtet, die in der Werkstattpraxis wirklich zählen: Schnittqualität, Vibration, Umrüstzeiten und Verarbeitungsqualität.

In diesem Artikel findest du unsere detaillierten Bewertungen, eine übersichtliche Vergleichstabelle und eine klare Kaufberatung – damit du genau die Bandsäge findest, die zu deinem Werkstattplatz, deinem Budget und deinen Projekten passt.

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Autor: HolzTools-Redaktion | Aktualisiert: Februar 2026

Bandsägen im Vergleich – Übersicht aller Modelle

ModellMotorSchnitthöheDurchlass­breiteTischgrößeGewicht
Metabo BAS 261 Precision400 W103 mm245 mm328 × 335 mm26,3 kg
Scheppach HBS261500 W120 mm245 mm300 × 300 mm19,5 kg
Record Power BS250370 W100 mm245 mm290 × 290 mm20 kg
Scheppach BASA1300 W100 mm195 mm260 × 260 mm13,2 kg
Einhell TC-SB 200/1250 W80 mm200 mm300 × 300 mm13,1 kg

🏆 Unser Testsieger: Metabo BAS 261 Precision

Die Metabo BAS 261 Precision ist unsere klare Empfehlung für ambitionierte Heimwerker und semiprofessionelle Anwender. Mit ihrer massiven Bauweise, der exzellenten Bandführung über kugelgelagerte Präzisionsrollen und dem vibrationsarmen 400-W-Motor liefert sie Schnittergebnisse, die in dieser Preisklasse ihresgleichen suchen. Wer bereit ist, rund zu investieren, bekommt eine Bandsäge, die auch nach Jahren täglichen Einsatzes noch sauber und zuverlässig arbeitet.

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1. Metabo BAS 261 Precision – Die Präzisionsmaschine

Die Metabo BAS 261 Precision hebt sich schon beim Auspacken von der Konkurrenz ab: Wo andere Hersteller auf Kunststoffgehäuse setzen, kommt bei Metabo ein solider Vollmetall-Korpus zum Einsatz. Das spürt man sofort an den 26,3 kg Gesamtgewicht – und an der Standfestigkeit auf der Werkbank. Das Herzstück der Maschine ist die patentierte Präzisions-Bandführung mit kugelgelagerten Führungsrollen oberhalb und unterhalb des Tisches. Im Zusammenspiel mit den exakt plangefrästen Aluminium-Umlenkrädern (Durchmesser 261 mm) ergibt sich ein Bandlauf, der bemerkenswert ruhig und gleichmäßig ist.

Der 400-Watt-Motor treibt das 1712 mm lange Sägeband mit einer Geschwindigkeit von ca. 880 m/min an – genug Durchzugskraft für Hartholz bis 103 mm Schnitthöhe. Die Durchlassbreite von 245 mm erlaubt auch breitere Werkstücke. Der Sägetisch (328 × 335 mm) ist aus massivem Aluminium-Druckguss gefertigt, präzise geschliffen und lässt sich stufenlos von 0° bis 45° neigen. Besonders praktisch: Die Schnellspann-Bandführung, mit der sich die Führungshöhe ohne Werkzeug an die Werkstückhöhe anpassen lässt.

Technische Daten

  • Schnitthöhe: 80 mm
  • Durchlassbreite: 200 mm
  • Tischgröße: 300 × 300 mm
  • Sägebandlänge:0 mm
  • Absauganschluss: 36 mm
  • Tischneigung: 0–45°
  • Gewicht: 13,1 kg
  • Preis:

Das gefällt uns

  • Werkzeugloser Bandwechsel – das Gehäuse lässt sich mit einer Schnellspannvorrichtung öffnen, der Bandwechsel gelingt in unter 2 Minuten – ideal für Anfänger
  • Großer Sägetisch für die Preisklasse – 300 × 300 mm sind beachtlich und bieten mehr Werkstückauflage als die teurere Scheppach BASA1
  • Sehr günstiger Einstiegspreis – unter die niedrigste Hürde zum Bandsägen, inklusive Parallelanschlag und Schiebestock

Könnte besser sein

  • ⚠️ Nur 80 mm Schnitthöhe – der niedrigste Wert im Testfeld, schon bei 3-Zoll-Kanthölzern (75 mm) wird es eng
  • ⚠️ 250-W-Motor schwächelt bei Hartholz – bei 50 mm Buche muss man den Vorschub stark drosseln, sonst bleibt das Band stehen
  • ⚠️ Merkliche Vibrationen im Betrieb – die leichte Bauweise (13,1 kg) und die kleineren Laufräder übertragen Vibrationen stärker auf das Werkstück als bei schwereren Modellen

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Kaufberatung: Worauf du beim Bandsäge-Kauf achten solltest

📏 Schnitthöhe und Durchlassbreite

Die Schnitthöhe bestimmt, wie dick dein Werkstück maximal sein darf:

  • Bis 100 mm – reicht für die meisten Heimwerker-Projekte
  • Ab 120 mm – nötig, wenn du regelmäßig Kanthölzer auftrennst oder dickere Bohlen bearbeitest

Die Durchlassbreite (Abstand Sägeband → Säulen-Hals) bestimmt die maximale Werkstückbreite. 245 mm sind Standard bei 10-Zoll-Bandsägen — für die meisten Anwendungen ausreichend.

⚡ Motorleistung

Die Watt-Angabe allein sagt wenig aus. Entscheidend ist die Kombination aus Leistung und Bandgeschwindigkeit:

  • 250–300 W → gelegentliche Weichholzarbeiten (Fichte, Kiefer)
  • Ab 400 W → regelmäßiges Schneiden von Hartholz (Buche, Eiche)
  • Zwei Geschwindigkeitsstufen → Bonus, wenn du auch Kunststoff oder Weichmetalle bearbeiten willst

🎯 Bandführung und Laufruhe

Die Bandführung ist das Herzstück jeder Bandsäge. Darauf kommt es an:

  • Kugelgelagerte Führungsrollen (z. B. Metabo) → weniger Bandverschleiß, präzisere Schnitte
  • Einfache Gleitbacken → günstiger, aber schnellerer Verschleiß
  • Schwere Guss-Laufräder (z. B. Record Power) → deutlich bessere Laufruhe

🪵 Sägetisch und Anschläge

Checklist für den Sägetisch:

  • Plangeschliffener Aluminium-Tisch – Pflicht für saubere Ergebnisse
  • Saubere 90°-Einstellung – ohne Nacharbeit muss der Tisch exakt stehen
  • Stabile Tischneigung – für Gehrungsschnitte
  • Leichtgängiger Parallelanschlag – bei günstigen Modellen oft die größte Schwachstelle

🔧 Sägebandwechsel

Ein schneller Bandwechsel erhöht die Flexibilität enorm. Achte auf:

  • Wie einfach sich das Gehäuse öffnen lässt
  • Ob du die Bandspannung komfortabel einstellen kannst
  • Werkzeugloser Bandwechsel (z. B. Einhell TC-SB 200/1) spart Zeit

⚖️ Gewicht und Standfestigkeit

Mehr Gewicht = weniger Vibration. So ordnest du das ein:

  • Unter 15 kg → unbedingt fest an der Werkbank verschrauben
  • Über 20 kg → steht auch ohne Verschraubung deutlich stabiler

Häufige Fragen zu Bandsägen (FAQ)

Welche Bandsäge ist die beste für Anfänger?

Für Einsteiger empfehlen wir die Scheppach HBS261. Sie bietet mit 120 mm Schnitthöhe und zwei Bandgeschwindigkeiten genug Kapazität zum Wachsen, ist mit erschwinglich und kommt mit umfangreichem Zubehör. Die Einhell TC-SB 200/1 ist zwar günstiger, begrenzt aber mit 80 mm Schnitthöhe schnell.

Welches Sägeband brauche ich für Kurvenschnitte?

Für enge Kurvenradien brauchst du ein schmales Sägeband von 3–6 mm Breite. Je schmaler das Band, desto engere Radien sind möglich. Für einen Radius von 25 mm benötigst du ein 6-mm-Band, für 10 mm Radius ein 3-mm-Band. Beachte: Schmale Bänder brechen schneller und erfordern einen geringeren Vorschub.

Wie oft muss ich das Sägeband wechseln?

Ein hochwertiges Bandsägeblatt hält bei normalem Hobbyeinsatz mehrere Monate. Wechsle das Band, wenn die Schnitte ausfransen, das Band zur Seite zieht oder hörbar stumpf klingt. Tipp: Lieber regelmäßig ein neues, günstiges Band einsetzen (), als mit einem stumpfen Band unsaubere Schnitte zu produzieren.

Brauche ich eine Absaugung für meine Bandsäge?

Unbedingt empfehlenswert. Bandsägen produzieren feinen Holzstaub, der ohne Absaugung die Bandführung verschmutzt und die Schnittqualität verschlechtert. Eine einfache Werkstattsauganlage oder ein Nass-/Trockensauger mit dem passenden Adapter (meist 36 mm) reicht aus.

Kann ich mit einer Bandsäge auch Metall sägen?

Einige Bandsägen (wie die Scheppach HBS261 mit langsamer Geschwindigkeitsstufe) können weiches Aluminium und Messing schneiden – mit einem geeigneten Metallsägeband. Stahl und härtere Metalle sind aber nichts für Holzbandsägen. Dafür brauchst du eine spezielle Metallbandsäge mit deutlich langsamerer Bandgeschwindigkeit und Kühlmittelzufuhr.

Wie laut ist eine Bandsäge?

Bandsägen gehören zu den leisesten Werkstattmaschinen. Im Leerlauf erzeugen die meisten Modelle 65–75 dB, unter Last steigt der Pegel auf 80–85 dB. Zum Vergleich: Eine Kreissäge erreicht oft 95–105 dB. Trotzdem empfehlen wir Gehörschutz, vor allem bei längeren Arbeitssessions.

Weiterführende Ratgeber auf HolzTools

Diese Artikel helfen dir, deine Werkstatt rund um die Bandsäge optimal auszustatten:

Quellen & weiterführende Informationen

Fazit: Welche Bandsäge passt zu dir?

Unsere Empfehlung hängt von deinem Einsatzzweck und Budget ab:

  • Für höchste Präzision und Dauereinsatz: Die Metabo BAS 261 Precision ist die beste Bandsäge im Test. Ihre kugelgelagerte Bandführung, der Vollmetall-Korpus und die exzellente Laufruhe machen sie zur ersten Wahl für anspruchsvolle Holzwerker.
  • Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis: Die Scheppach HBS261 bietet für rund die größte Schnitthöhe (120 mm), zwei Geschwindigkeitsstufen und umfangreiches Zubehör. Unser Tipp für die meisten Heimwerker.
  • Für Qualitätsbewusste mit Budget: Die Record Power BS250 überzeugt mit Grauguss-Laufrädern und einem flüsterleisen Induktionsmotor – britische Ingenieurskunst für die Werkstatt.
  • Für kleine Werkstätten und Modellbau: Die Scheppach BASA1 spart Platz, wiegt nur 13 kg und kommt mit drei Sägebändern.
  • Für Einsteiger mit kleinem Budget: Die Einhell TC-SB 200/1 kostet unter und bietet einen leichten, unkomplizierten Einstieg ins Bandsägen.

Egal für welches Modell du dich entscheidest: Eine Bandsäge gehört zu den lohnendsten Investitionen für jede Holzwerkstatt. Sobald du einmal erlebt hast, wie sauber und leise ein Bandsägeschnitt gegenüber einer Stichsäge oder Kreissäge ausfällt, möchtest du sie nicht mehr missen.

Dieser Artikel wird regelmäßig aktualisiert. Letztes Update: Februar 2026.

robert
robert