Dübel-Rechner: Die richtige Dübelgröße berechnen


Alles über Dübel: Der komplette Ratgeber

Du willst nicht nur rechnen, sondern auch verstehen? Im folgenden Ratgeber erklären wir dir alles rund um Dübelgrößen, Wandtypen, Belastbarkeit und die häufigsten Fehler beim Dübeln.


Ein Regal, das nach zwei Wochen von der Wand kracht. Ein Hängeschrank, der sich langsam neigt. Ein Fernseher, der nur noch an einem Dübel hängt, weil der andere aus dem Porenbeton gerutscht ist. Der Grund ist fast immer derselbe: der falsche Dübel.

Die Wahl der richtigen Dübelgröße ist kein Hexenwerk — aber sie erfordert mehr als einen Griff in die Restekiste. Dübelgröße, Wandmaterial, Schraubendurchmesser und Belastung müssen zusammenpassen. Stimmt ein Faktor nicht, hält die Befestigung nicht.

In diesem Ratgeber erklären wir dir Schritt für Schritt, wie du den richtigen Dübel für dein Projekt findest. Dazu gibt es unseren interaktiven Dübel-Rechner, der dir sofort die passende Größe empfiehlt. Und für alle, die es genau wissen wollen: Tabellen, Belastungswerte und Praxis-Tipps aus über 20 Jahren Handwerkserfahrung.

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Von der HolzTools-Redaktion · Aktualisiert am 16. Februar 2026

Dübel-Größen Übersicht: Die wichtigste Tabelle

Die folgende Tabelle zeigt dir auf einen Blick, welcher Dübeldurchmesser zu welcher Schraube und welchem Bohrloch passt. Diese Werte gelten für Standard-Spreizdübel (z. B. Fischer SX, Fischer DuoPower) und sind die Basis für jede Befestigung:

Dübel-ØBohrloch-ØSchrauben-ØBohrtiefe (min.)Typische Anwendung
5 mm5 mm2,5 – 4,0 mm35 mmLeichte Bilder, Rauchmelder, Kabelkanäle
6 mm6 mm3,5 – 5,0 mm40 mmGardinenstangen, leichte Regale, Handtuchhalter
8 mm8 mm4,5 – 6,0 mm50 mmHängeschränke, Regale mit Büchern, Waschbecken
10 mm10 mm6,0 – 8,0 mm60 mmSchwere Regale, Boiler, TV-Wandhalterungen
12 mm12 mm8,0 – 10,0 mm70 mmMarkisen, schwere Konsolen, Geländer
14 mm14 mm10,0 – 12,0 mm80 mmSchwerlast: Vordächer, Carport-Verbinder, Schwerlastanker
16 mm16 mm12,0 – 14,0 mm90 mmExtreme Lasten: Stahlkonstruktionen, schwere Maschinen

Faustregel: Der Dübeldurchmesser entspricht immer dem Bohrloch-Durchmesser. Die Schraube ist immer etwas dünner als der Dübel — sie muss hineinpassen und den Dübel beim Eindrehen spreizen.

Die goldene Regel der Schraubenzuordnung

Viele Heimwerker greifen einfach zu einer Schraube, die „irgendwie reinpasst”. Das ist der häufigste Fehler. Hier die einfache Formel:

  • Schraubendurchmesser = Dübeldurchmesser minus 2 mm (als Richtwert)
  • Ein 6er-Dübel braucht eine 3,5–5,0 mm Schraube
  • Ein 8er-Dübel braucht eine 4,5–6,0 mm Schraube
  • Ein 10er-Dübel braucht eine 6,0–8,0 mm Schraube

Ist die Schraube zu dünn, spreizt der Dübel nicht richtig — die Tragkraft sinkt drastisch. Ist sie zu dick, kann der Dübel platzen oder die Schraube lässt sich nicht eindrehen.

Wandtypen erklärt: Welcher Dübel für welche Wand?

Die Dübelgröße allein reicht nicht. Entscheidend ist das Wandmaterial. Ein 8er-Dübel in Beton hält ein Vielfaches von dem, was derselbe Dübel in Gipskarton tragen kann. Hier die wichtigsten Wandtypen und die passenden Dübelarten:

Beton & Vollstein (Kalksandstein, Klinker)

Der Traumuntergrund für jeden Handwerker. Beton und Vollsteinmauerwerk bieten maximale Tragkraft. Hier funktionieren klassische Spreizdübel perfekt: Der Dübel wird ins Bohrloch gesteckt, die Schraube spreizt ihn auf, und er verkrallt sich im festen Material.

  • Empfohlene Dübeltypen: Spreizdübel (Fischer SX), Universaldübel (Fischer DuoPower), Nylondübel
  • Bohrtipp: Immer mit Schlagbohrfunktion oder Bohrhammer arbeiten. Steinbohrer (Hartmetall-Spitze) verwenden.
  • Typische Tragkraft 8er-Dübel: ca. 35–75 kg (je nach Schraubengröße und Betonqualität)

Vollziegel (Hochlochziegel, Lochziegel)

Ziegel ist nicht gleich Ziegel. Vollziegel verhalten sich ähnlich wie Beton. Bei Hochlochziegeln (erkennbar an den Hohlkammern) sinkt die Tragkraft deutlich, weil der Dübel weniger Material zum Greifen hat.

  • Empfohlene Dübeltypen: Universaldübel (Fischer DuoPower) — diese verkrallen sich in Vollbereichen und verknoten sich in Hohlräumen
  • Bohrtipp: Bei Lochziegeln ohne Schlag bohren! Die Stege brechen sonst weg.
  • Typische Tragkraft 8er-Dübel: ca. 20–40 kg

Porenbeton (Gasbeton, Ytong)

Porenbeton ist leicht und weich — schlecht für Dübel. Standarddübel drehen sich hier oft im Bohrloch mit oder rutschen bei Belastung heraus. Für Porenbeton brauchst du spezielle Dübel mit Außengewinde oder großer Spreizzone.

  • Empfohlene Dübeltypen: Porenbetonddübel (Fischer GB), Fischer DuoPower (in kleinen Größen), Injektionsmörtel für schwere Lasten
  • Bohrtipp: Ohne Schlag bohren. Den Dübel mit dem Hammer leicht einklopfen.
  • Typische Tragkraft 8er-Dübel: ca. 10–20 kg (bei Porenbetonklasse P4)

Gipskarton (Rigips, Trockenbau)

Gipskarton ist kein tragender Untergrund. Die Platte ist nur 9,5–12,5 mm dick. Normale Spreizdübel sind hier völlig nutzlos. Du brauchst spezielle Gipskartondübel, die sich hinter der Platte verkrallen oder aufspreizen.

  • Empfohlene Dübeltypen: Gipskartondübel (Fischer GK), Hohlraumdübel (Fischer HM), Metalldübel für schwere Lasten, Kippdübel
  • Bohrtipp: Gipskartondübel mit Bohrspitze brauchen kein Vorbohren. Hohlraumdübel benötigen ein passendes Bohrloch.
  • Typische Tragkraft: 5–15 kg pro Befestigungspunkt (Gipskarton ist das Limit, nicht der Dübel)
  • Wichtig: Bei schweren Lasten (TV, schwere Regale) immer in die dahinterliegende Unterkonstruktion (Ständerwerk) schrauben!

Hohlblocksteine

Ähnlich wie Hochlochziegel, aber mit noch größeren Hohlkammern. Hier sind Hohlraumdübel oder Universaldübel die richtige Wahl. Der Dübel muss sich im Hohlraum verknoten oder hinter dem Steg verkrallen können.

  • Empfohlene Dübeltypen: Fischer DuoPower, Hohlraumdübel, Injektionsmörtel
  • Bohrtipp: Ohne Schlag bohren, Bohrloch sorgfältig ausblasen
  • Typische Tragkraft 8er-Dübel: ca. 15–30 kg

Belastbarkeit: Was hält ein Dübel wirklich aus?

Die wichtigste Frage: Wie viel Gewicht kann mein Dübel tragen? Die Antwort hängt von drei Faktoren ab: Dübelgröße, Wandmaterial und Belastungsrichtung (Zug oder Quer).

Die folgenden Werte sind empfohlene Gebrauchslasten — also die Lasten, die der Dübel dauerhaft sicher tragen kann (mit Sicherheitsfaktor). Die Bruchlast liegt deutlich höher.

Dübel-ØBeton C20/25VollziegelHochlochziegelPorenbeton P4Gipskarton 12,5 mm
5 mmca. 25 kgca. 15 kgca. 10 kgca. 5 kgca. 3 kg*
6 mmca. 35 kgca. 25 kgca. 15 kgca. 8 kgca. 5 kg*
8 mmca. 55 kgca. 35 kgca. 25 kgca. 15 kgca. 8 kg*
10 mmca. 75 kgca. 50 kgca. 35 kgca. 20 kgca. 10 kg*
12 mmca. 100 kgca. 65 kgca. 45 kgca. 25 kg
14 mmca. 130 kgca. 80 kgca. 55 kgca. 30 kg

* Gipskarton: Werte gelten für spezielle Gipskartondübel. Normale Spreizdübel halten in Gipskarton praktisch nichts. Ab 12 mm Dübelgröße sind Gipsplattenbefestigungen nicht sinnvoll — hier muss ins Ständerwerk geschraubt werden.

Wichtig: Diese Werte sind Richtwerte. Die tatsächliche Tragfähigkeit hängt von der konkreten Wandqualität, dem Alter des Mauerwerks, dem Fugenabstand und der korrekten Montage ab. Im Zweifel gilt: Lieber einen Dübel größer wählen oder mehr Befestigungspunkte setzen.

Zug- vs. Querlast: Was ist der Unterschied?

Die Tabelle oben zeigt Zuglasten (Kraft senkrecht zur Wand, also „herausziehend”). In der Praxis wirken aber oft Querlasten (Kraft parallel zur Wand, also nach unten). Querlasten sind für Dübel deutlich unkritischer — hier hält ein Dübel in der Regel das 1,5- bis 2-fache der Zuglast.

Ein hängendes Regal erzeugt primär Querlast. Ein abstehender Fernseher an einer Schwenkhalterung erzeugt dagegen erhebliche Zuglast durch den Hebelarm. Genau deshalb braucht eine TV-Halterung größere Dübel als ein Regal mit vergleichbarem Gewicht.

Schritt für Schritt: Den richtigen Dübel wählen

Folge diesen fünf Schritten, und du wirst nie wieder den falschen Dübel verwenden:

Schritt 1: Wandmaterial bestimmen

Klopfe gegen die Wand. Klingt es hohl? Dann ist es Gipskarton oder ein Hohlblockstein. Klingt es massiv? Dann Beton, Vollziegel oder Kalksandstein. Im Zweifel: Bohr ein kleines Testloch (6 mm) und prüfe das Bohrmehl:

  • Grau, fein, hart zu bohren: Beton
  • Rot/orange, körnig: Ziegel
  • Weiß, sandig, leicht zu bohren: Porenbeton / Kalksandstein
  • Weiß, staubig, Bohrer geht sofort durch: Gipskarton

Schritt 2: Last abschätzen

Was willst du aufhängen, und wie schwer ist es? Rechne großzügig:

  • Laufmeter Bücher: ca. 25–40 kg
  • Fernseher 55 Zoll + Halterung: ca. 20–30 kg
  • Hängeschrank (Küche, gefüllt): ca. 30–50 kg
  • Warmwasserboiler: ca. 60–100 kg (gefüllt!)

Verteile die Last auf die Anzahl der Befestigungspunkte. Jeder einzelne Dübel muss seinen Anteil sicher tragen können.

Schritt 3: Dübelgröße bestimmen

Vergleiche die Last pro Dübel mit der Belastungstabelle oben. Wähle eine Größe, die mindestens 30 % Reserve bietet. Beispiel:

  • Bücherregal, 80 kg, 4 Dübel → 20 kg pro Dübel
  • Wand: Hochlochziegel → 8er-Dübel reicht (25 kg Tragkraft)
  • Sicherheitsreserve: 25 kg > 20 kg ✓

Schritt 4: Passende Schraube wählen

Nutze die Zuordnungstabelle ganz oben. Für den 8er-Dübel wählst du eine Schraube mit 4,5–6,0 mm Durchmesser. Die Schraubenlänge sollte mindestens Dübellänge + Materialstärke des Befestigungsobjekts betragen.

Schritt 5: Richtig bohren und setzen

  • Bohrloch-Durchmesser = Dübeldurchmesser (exakt!)
  • Bohrtiefe = Dübellänge + 10 mm (damit der Dübel komplett versenkt werden kann)
  • Bohrloch ausblasen (Bohrstaub verhindert den Halt)
  • Dübel bündig mit der Wandoberfläche einsetzen
  • Schraube eindrehen — du solltest einen deutlichen Widerstand spüren

Die besten Dübel-Sets für Heimwerker

Wer regelmäßig heimwerkt, braucht einen gut sortierten Dübelvorrat. Diese Sets decken 95 % aller Anwendungen ab:

1. Fischer DuoPower 6×30 — Der Alleskönner (100 Stück)

Der Fischer DuoPower ist der meistverkaufte Universaldübel Deutschlands — und das aus gutem Grund. Als 2-Komponenten-Dübel funktioniert er in praktisch jedem Wandmaterial: In Beton spreizt er sich, in Hohlräumen verknotet er sich, in Porenbeton verkrallt er sich.

Die Größe 6×30 ist der perfekte Allrounder für den Hausgebrauch: Gardinenstangen, Regale, Handtuchhalter, Spiegel, Lampen — alles kein Problem.

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2. Fischer DuoPower 8×40 — Für mittlere bis schwere Lasten (100 Stück)

Wenn 6 mm nicht reichen, ist der 8×40 die nächste Stufe. Perfekt für Hängeschränke, schwere Regale, Waschtische und TV-Halterungen in massiven Wänden. Gleiche DuoPower-Technologie, deutlich höhere Tragkraft.

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3. Fischer Gipskartondübel GK — Spezialist für Trockenbau

In Gipskartonwänden sind normale Dübel wirkungslos. Der Fischer GK bohrt sich mit seiner Spitze selbst in die Platte und spreizt sich dahinter auf. Bis ca. 10 kg pro Befestigungspunkt — ideal für Bilder, leichte Regale, Handtuchhalter im Bad und Rauchmelder.

Im Set mit Setzwerkzeug besonders praktisch: Das Werkzeug dreht den Dübel sauber ein, ohne die Gipsplatte zu beschädigen.

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4. Fischer DuoPower 5×25 — Für leichte Befestigungen (100 Stück)

Der kleine Bruder für leichte Arbeiten: Rauchmelder, Kabelkanäle, Lichtschalter-Abdeckungen, kleine Bilder. Platzsparend und günstig — gehört in jede Werkzeugkiste als Grundausstattung.

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Häufige Fehler beim Dübeln — und wie du sie vermeidest

Selbst erfahrene Heimwerker machen diese Fehler immer wieder. Hier die häufigsten Stolperfallen:

Fehler 1: Falsches Wandmaterial angenommen

„Das ist bestimmt Beton” — und dann bohrt man sich durch Porenbeton, in dem der Spreizdübel keinen Halt findet. Immer testen! Ein Probebohrloch kostet 30 Sekunden und kann dir stundenlangen Ärger ersparen.

Fehler 2: Bohrloch zu groß

Wenn der Dübel locker im Loch sitzt und sich mit der Hand herausziehen lässt, ist das Bohrloch zu groß. Ursachen: Bohrer zu dick, beim Bohren „gekreist”, oder der Bohrer hat sich im weichen Material frei geschlagen. Lösung: Immer den exakt passenden Bohrerdurchmesser verwenden. In weichem Material (Porenbeton) einen halben Millimeter kleiner bohren.

Fehler 3: Bohrstaub im Loch gelassen

Bohrmehl im Bohrloch verhindert, dass der Dübel richtig greift. Immer ausblasen — oder besser: mit einem Handblasebalg oder Staubsauger reinigen. Besonders wichtig bei Überkopf-Montage (Decke).

Fehler 4: Schraube zu lang oder zu kurz

Zu kurz: Der Dübel wird nicht auf voller Länge gespreizt, die Tragkraft sinkt. Zu lang: Die Schraubenspitze drückt am Bohrlochgrund und presst den Dübel nach vorne aus der Wand. Faustregel: Schraubenlänge = Dübellänge + Dicke des befestigten Objekts + 5 mm.

Fehler 5: Mit Schlag in Lochstein bohren

Die Schlagfunktion des Bohrers zertrümmert die dünnen Stege von Hochlochziegeln und Porenbeton. Das Ergebnis: Ein ausgefranstes, zu großes Loch, in dem kein Dübel mehr hält. Regel: Schlag nur bei Beton und Vollstein. Bei allem anderen: Schlag aus!

Fehler 6: Zu wenig Befestigungspunkte

Ein schweres Regal an zwei Dübeln statt vier? Das geht nicht lange gut. Verteile die Last auf möglichst viele Punkte. Lieber ein Dübel zu viel als einer zu wenig.

Fehler 7: Dübel aus der Restekiste

Alte, verformte, spröde Dübel oder Dübel, deren Größe man nicht mehr kennt, gehören in den Müll. Dübel kosten Centbeträge — ein abgestürzter Fernseher kostet hunderte Euro. Neue Dübel verwenden, immer.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Welcher Dübel für welche Schraube?

Die Faustregel: Der Schraubendurchmesser liegt ca. 2 mm unter dem Dübeldurchmesser. Ein 6er-Dübel nimmt Schrauben von 3,5–5,0 mm auf, ein 8er-Dübel Schrauben von 4,5–6,0 mm. Die genaue Zuordnung findest du in unserer Tabelle oben.

Wie erkenne ich, welche Wand ich habe?

Klopftest (hohl vs. massiv) und Probebohrung. Graues, hartes Bohrmehl = Beton. Rotes Mehl = Ziegel. Weißes, sandiges Mehl = Porenbeton oder Kalksandstein. Bohrer geht sofort durch = Gipskarton. Im Altbau können verschiedene Materialien in einer Wohnung vorkommen.

Kann ich einen 8er-Dübel in ein 6er-Bohrloch drücken?

Nein. Der Dübel wird gestaucht und kann sich nicht richtig spreizen. Die Tragkraft sinkt massiv. Immer das passende Bohrloch zum Dübel verwenden.

Was tun, wenn das Bohrloch zu groß geworden ist?

Drei Optionen: (1) Einen größeren Dübel verwenden. (2) Das Loch mit Reparaturspachtel füllen, aushärten lassen und neu bohren. (3) Bei tragenden Befestigungen: Injektionsmörtel verwenden — dieser füllt das Loch und härtet chemisch aus.

Wie viel hält ein Dübel in Rigips / Gipskarton?

Ein spezieller Gipskartondübel (z. B. Fischer GK) hält ca. 5–15 kg pro Punkt, je nach Plattendicke und Dübeltyp. Für schwere Lasten musst du ins Ständerwerk dahinter schrauben oder eine Montageplatte verwenden, die die Last über eine größere Fläche verteilt.

Brauche ich für die Decke andere Dübel als für die Wand?

Grundsätzlich nein — aber an der Decke wirkt die gesamte Last als Zugkraft (nach unten). An der Wand wirkt ein Großteil als Querlast. Deshalb solltest du für Deckenmontagen eine Dübelgröße größer wählen als für die gleiche Last an der Wand.

Was ist besser: Spreizdübel oder Universaldübel?

Wenn du sicher weißt, dass deine Wand aus Beton oder Vollstein besteht, ist ein Spreizdübel (z. B. Fischer SX) ausreichend und günstig. Wenn du unsicher bist oder verschiedene Materialien vorliegen, ist ein Universaldübel (z. B. Fischer DuoPower) die bessere Wahl — er funktioniert in mehr Untergründen zuverlässig.

Wie tief muss ich bohren?

Mindestens so tief wie der Dübel lang ist — plus 10 mm Reserve. Der Dübel muss komplett im tragfähigen Material stecken. Bei verputzten Wänden beachten: Putzschicht (oft 10–20 mm) zählt nicht zur Verankerungstiefe. Das heißt: Bohrtiefe = Dübellänge + Putzdicke + 10 mm.

Fazit: Der richtige Dübel ist kein Zufall

Die Wahl des richtigen Dübels folgt einem einfachen System: Wandmaterial bestimmen → Last berechnen → Dübelgröße wählen → passende Schraube nehmen → sauber montieren. Wer diese fünf Schritte befolgt, hat sichere Befestigungen, die jahrzehntelang halten.

Unser Dübel-Rechner oben nimmt dir die Rechenarbeit ab: Gib einfach Wandtyp und Gewicht ein, und du bekommst sofort die passende Empfehlung. Für den Alltag empfehlen wir dir, immer einen Vorrat an 6er und 8er Fischer DuoPower zuhause zu haben — damit lassen sich 90 % aller Befestigungen im Haushalt erledigen.

Und denk daran: Ein Dübel kostet 5 Cent. Ein neuer Fernseher kostet 500 Euro. Spar nicht am falschen Ende.


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