Schleifpapier Körnung Rechner

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⚡ Schnellauswahl: Häufige Projekte

Schritt 1: Welches Material bearbeitest du?

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Weichholz

Fichte, Kiefer, Tanne, Zeder

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Hartholz

Eiche, Buche, Nuss, Ahorn

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Metall

Stahl, Aluminium, Messing

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Lack / Farbe

Autolack, Holzlack, Dispersion

Gipskarton

Rigips, Gipsplatten, Spachtel

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Kunststoff

Acryl, PVC, Polycarbonat

Schritt 2: Was möchtest du erreichen?

Schritt 3: Mit welchem Werkzeug schleifst du?

Von Hand

Schleifklotz, Schleifschwamm

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Schwingschleifer

93x185mm, vibrierend

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Exzenterschleifer

125mm oder 150mm, rotierend

Bandschleifer

Für große Flächen

🎯 Deine optimale Schleifabfolge

💡 So schleifst du richtig

Schleifpapier Körnung Erklärung

KörnungBezeichnungVerwendung

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    Alles über Schleifpapier: Der komplette Ratgeber

    Du willst nicht nur rechnen, sondern auch verstehen? Im folgenden Ratgeber erfährst du alles über Körnungen, Schleifmittel-Typen, Maschinenwahl und die häufigsten Fehler beim Schleifen.

    Schleifpapier-Körnungen im Überblick

    Die Körnung (auch „Grit” genannt) gibt an, wie viele Schleifkörner pro Quadratzoll auf dem Schleifmittel sitzen. Je niedriger die Zahl, desto gröber das Schleifpapier – und desto mehr Material trägt es ab. Die folgende Tabelle zeigt dir alle gängigen Körnungen von P40 bis P3000 mit ihren typischen Einsatzgebieten:

    Körnung (P)BezeichnungTypische AnwendungGeeignet für
    P40Sehr grobGrobes Abtragen, alte Farbe entfernen, starke Unebenheiten beseitigenHolz, Metall
    P60GrobGrobes Vorschleifen, Rost entfernen, raues Holz glättenHolz, Metall
    P80GrobRohholz vorschleifen, Kanten brechen, Form gebenHolz, Metall, Spachtel
    P100MittelErstes Glätten nach dem Vorschliff, Spachtel anschleifenHolz, Spachtel, GFK
    P120MittelStandard-Holzschliff, Oberfläche für Öl/Wachs vorbereitenHolz, Spachtel
    P150MittelFeineres Glätten, Übergang zum FeinschliffHolz, Lack
    P180FeinFeinschliff vor dem Lackieren oder Ölen, Grundierung anschleifenHolz, Lack, Grundierung
    P220FeinZwischenschliff bei Lackarbeiten, Oberfläche vor dem EndanstrichHolz, Lack
    P240FeinFeiner Zwischenschliff, Vorbereitung für KlarlackLack, Holz
    P320Sehr feinZwischenschliff bei MehrschichtlackierungLack, Grundierung
    P400Sehr feinFeinster Lackschliff, Nassschliff vor PolierungLack, Metall
    P600ExtrafeinNassschliff bei Autolack, HochglanzlackierungLack, Metall
    P800ExtrafeinNassschliff für spiegelglatte OberflächenLack, Kunststoff
    P1000UltrafeinVorbereitung zum Polieren, Kratzer entfernenLack, Metall, Kunststoff
    P1200–P1500UltrafeinHochglanz-Nassschliff, Politur-VorbereitungLack, Acrylglas
    P2000–P3000MikrofeinSpiegelglanz, finale PoliturLack, Metall, Edelstein

    Faustregel: Springe beim Schleifen nie mehr als eine Körnungsstufe. Von P80 direkt auf P220 zu wechseln hinterlässt tiefe Kratzer, die du erst mit viel Mühe wieder herausbekommst. Arbeite dich in Stufen hoch: P80 → P120 → P180 → P220.

    Trocken- vs. Nassschliff

    Bis etwa P320 wird in der Regel trocken geschliffen. Ab P400 kommt häufig der Nassschliff zum Einsatz – dabei wird Wasser, Seifenwasser oder spezielles Schleiföl als Gleitmittel verwendet. Die Vorteile:

    • Weniger Zusetzen: Das Wasser spült abgetragene Partikel weg, das Schleifkorn bleibt länger scharf
    • Feineres Ergebnis: Die Flüssigkeit wirkt als Schmiermittel und erzeugt eine noch glattere Oberfläche
    • Kein Staub: Besonders bei Lackarbeiten ein Vorteil, da kein Schleifstaub in die frische Oberfläche fliegen kann
    • Längere Standzeit: Nassschleifpapier hält deutlich länger als trockenes bei gleicher Körnung

    Wichtig: Für Nassschliff brauchst du spezielles, wasserfestes Schleifpapier (meist schwarz, mit Siliziumkarbid-Beschichtung). Normales Schleifpapier mit Papierunterlage löst sich bei Feuchtigkeit auf.

    Holz vs. Metall: Unterschiede beim Schleifen

    Holz und Metall stellen völlig unterschiedliche Anforderungen an das Schleifmittel:

    Bei Holz arbeitet man fast ausschließlich trocken (außer beim Lack-Nassschliff). Die Körnungen P80 bis P220 decken 95 % aller Anwendungen ab. Wichtig ist die Faserrichtung – wer dagegen schleift, zerstört die Oberfläche. Normalkorund (Aluminiumoxid) ist das Standard-Schleifkorn.

    Bei Metall sind härtere Schleifkörner gefragt: Zirkonkorund oder Siliziumkarbid. Die Körnungsbandbreite reicht von P40 (Schweißnähte glätten, Rost entfernen) bis P2000+ (Edelstahl polieren). Schleifgewebe mit Gewebeunterlage ist dem Papier hier klar überlegen, da es der höheren Belastung standhält. Beim Metall-Nassschliff wird oft mit WD-40 oder Petroleum als Gleitmittel gearbeitet.

    Die richtige Körnung für jedes Holzprojekt

    Rohholz bearbeiten (P60–P100)

    Frisch gesägtes oder gehobeltes Holz hat oft Sägeriefen, Hobel-Schläge oder raue Stellen. Hier greifst du zu P60 oder P80, um die gröbsten Unebenheiten abzutragen. Schleife dabei immer in Faserrichtung – quer zur Faser entstehen hässliche Kratzer, die sich spätestens beim Ölen oder Beizen zeigen.

    Nach dem Grobschliff wechselst du auf P100 und arbeitest die gesamte Fläche nochmals gleichmäßig durch. Erst jetzt ist das Holz bereit für den nächsten Schritt.

    Möbelbau (P120–P220)

    Für Möbel brauchst du eine saubere, gleichmäßige Oberfläche. Der typische Ablauf:

    1. P120: Alle Flächen gleichmäßig schleifen, Leimreste entfernen
    2. P150: Übergangskörnung – glättet die P120-Kratzer
    3. P180–P220: Endschliff vor Öl, Wachs oder Lack

    Tipp vom Profi: Willst du Holz ölen, reicht P180 meist aus. Feiner geschliffenes Holz nimmt weniger Öl auf – die Poren sind dann teilweise „zugeschliffen”. Für Lackierung dagegen lohnt sich P220, weil die glattere Oberfläche eine bessere Haftung und ein ebenmäßigeres Ergebnis liefert.

    Parkett schleifen (P40–P120)

    Beim Parkett-Renovieren geht es ans Eingemachte. Der typische Ablauf mit der Parkettschleifmaschine:

    1. P40–P60: Alten Lack oder Versiegelung komplett abtragen
    2. P80: Schleifspuren des Grobschliffs entfernen
    3. P100–P120: Feinschliff – danach ist der Boden bereit für Öl oder Versiegelung

    Wichtig: Zwischen den Durchgängen immer den Schleifstaub absaugen. Staubkörner, die unter dem feineren Schleifpapier liegen, verursachen tiefe Kratzer.

    Zwischen-Lackschliff (P220–P320)

    Zwischen zwei Lackschichten ist ein leichter Zwischenschliff Pflicht. Er sorgt dafür, dass die nächste Schicht optimal haftet. Verwende P220 bis P320 und schleife mit wenig Druck – du willst nur die Oberfläche anrauen, nicht den Lack abtragen.

    Nach dem Schleifen den Staub gründlich mit einem Haftgrund-Tuch (Tack Cloth) abnehmen. Jedes Staubkorn wird unter der nächsten Lackschicht zur sichtbaren Einschluss-Stelle.

    Endschliff und Polieren (P400–P3000)

    Für Hochglanzlackierungen, Musikinstrumente oder besonders edle Werkstücke geht es in den Ultrafein-Bereich. Ab P400 arbeitest du in der Regel nass – also mit Wasser oder Schleiföl als Gleitmittel. Das verhindert, dass sich das Schleifpapier zusetzt, und erzeugt eine noch glattere Oberfläche.

    Typische Abfolge für eine Hochglanz-Politur:

    1. P400: Letzte Lackunebenheiten glätten
    2. P800: Orangenhaut reduzieren
    3. P1200: Oberfläche für Polierung vorbereiten
    4. P2000–P3000: Feinster Nassschliff
    5. Polierpaste + Poliermaschine: Spiegelglanz

    Schleifpapier-Typen: Welches für welchen Einsatz?

    Schleifpapier, Schleifvlies, Schleifgewebe oder Schleifband?

    Nicht jedes Schleifmittel ist gleich aufgebaut. Die Unterschiede sind erheblich:

    Schleifpapier (Papierunterlage): Der Klassiker. Günstig, vielseitig, ideal für Handschliff und Schwingschleifer. Die Papierunterlage ist flexibel und passt sich Rundungen gut an. Nachteil: reißt schneller als Gewebe und ist nicht wasserfest (außer spezielle Nassschleifpapiere).

    Schleifgewebe (Leinenunterlage): Deutlich reißfester als Papier. Perfekt für Bandschleifer und Maschinen mit hoher Belastung. Auch ideal für Metall, Schweißnähte und Kanten. Höherer Preis, aber die längere Standzeit macht es wirtschaftlicher.

    Schleifvlies (Scotch-Brite-Typ): Weiches, dreidimensionales Material. Setzt sich nicht so schnell zu und eignet sich hervorragend für den Zwischenschliff, Mattierung von Oberflächen und das Reinigen von Profilen. Körnung ist oft mit Farbcodes angegeben (rot = grob, grau = fein).

    Schleifband: Endlosbänder für Bandschleifer. Gibt es mit Papier- oder Gewebeunterlage. Die Gewebeversion ist Standard für maschinelles Schleifen, da sie der mechanischen Belastung besser standhält.

    Kornmaterial: Was steckt auf dem Schleifpapier?

    Die Schleifkörner machen den eigentlichen Unterschied. Vier Materialien begegnen dir am häufigsten:

    Normalkorund (Aluminiumoxid): Das universelle Schleifkorn. Braun-rötliche Farbe. Gut für Holz, Farbe und Weichmetalle. Preiswert und für die meisten Holzarbeiten völlig ausreichend.

    Edelkorund (Zirkonkorund): Blau oder blau-grün. Härter und langlebiger als Normalkorund. Schärft sich beim Brechen selbst nach – bleibt also lange aggressiv. Erste Wahl für den Einsatz am Bandschleifer und bei harten Hölzern.

    Siliziumkarbid (SiC): Schwarz oder dunkelgrau. Das härteste gängige Schleifkorn. Ideal für Nassschliff, Lack, Glas, Stein und Metall. Im Holzbereich hauptsächlich für den Lack-Nassschliff relevant.

    Keramikkorn (Cubitron/Seeded Gel): Die Premium-Klasse. Extrem langlebig, gleichmäßiger Abtrag, schärft sich mikrokristallin selbst nach. In Profi-Schleifmitteln wie 3M Cubitron oder Mirka Abranet zu finden. Hoher Preis, aber für Vielsschleifer lohnenswert.

    Schleifen mit Maschine vs. Hand

    Die richtige Maschine für jeden Einsatz

    Exzenterschleifer: Der Allrounder in der Werkstatt. Durch die exzentrische Drehbewegung plus Rotation entstehen keine sichtbaren Schleifriefen. Perfekt für Flächen, Tischplatten, Möbelfronten. Schleifscheiben mit Klett (125 mm oder 150 mm Durchmesser) lassen sich schnell wechseln. Empfehlung: Für 90 % aller Holzarbeiten die erste Wahl.

    Schwingschleifer: Rechteckige Schleiffläche, die in schnellen kleinen Kreisen vibriert. Günstiger als der Exzenterschleifer und praktisch, weil normales Schleifpapier (zugeschnitten) verwendet werden kann. Geringere Abtragsleisteung, dafür gut für Feinschliff und große ebene Flächen.

    Bandschleifer: Das Kraftpaket. Enormer Abtrag in kurzer Zeit. Ideal zum Abtragen alter Oberflächen, Glätten roher Bohlen oder Türblätter. Achtung: Mit P40 oder P60 hast du in Sekunden eine Vertiefung im Holz, wenn du nicht aufpasst. Immer gleichmäßig führen und nie an einer Stelle verweilen.

    Deltaschleifer: Dreieckige Schleifplatte, die in Ecken und Winkel kommt, wo sonst keine Maschine hinpasst. Treppengeländer, Fensterrahmen, Stuhlbeine – überall dort, wo es eng wird. Geringe Abtragsleistung, aber unersetzlich für Detailarbeit.

    Wann Handschliff besser ist

    Maschinen sind schnell, aber nicht immer die richtige Wahl. Greife zum Handschleifklotz, wenn:

    • Profile und Rundungen geschliffen werden müssen – ein Exzenterschleifer würde die Kanten brechen
    • Zwischen Lackschichten nur leicht angeraut werden soll – Maschinen tragen zu schnell zu viel ab
    • Furnier geschliffen wird – die dünne Deckschicht (oft nur 0,6 mm) verträgt keinen aggressiven Maschinenschliff
    • Feine Schnitzarbeiten oder gedrechselte Teile bearbeitet werden
    • Du den letzten Feinschliff vor dem Ölen machst – von Hand spürst du jede Unebenheit

    Praxis-Tipp: Wickle Schleifpapier um einen Korkblock oder Schleifschwamm. Das verteilt den Druck gleichmäßig und verhindert, dass deine Finger Mulden ins Holz drücken.

    Schleifpapier-Verbrauch: Wann ist das Blatt fertig?

    Ein häufiger Anfängerfehler: zu lange mit abgenutztem Schleifpapier weiterarbeiten. Daran erkennst du, dass ein Wechsel fällig ist:

    • Die Oberfläche fühlt sich glatt an, obwohl die Kratzer noch sichtbar sind
    • Du musst deutlich mehr Druck aufwenden als zu Beginn
    • Das Schleifblatt ist zugesetzt (helle, glänzende Stellen)
    • Bei Holz: Es entsteht dunkle Verfärbung durch Reibungshitze
    • Das Papier rollt sich auf oder die Körner lösen sich sichtbar

    Pro Fläche von 1 m² verbrauchst du beim kompletten Schleifdurchgang (P80 bis P220) etwa 3–5 Schleifscheiben pro Körnung. Bei Hartholz wie Eiche oder Buche mehr, bei Weichholz wie Fichte oder Kiefer weniger.

    Welche Körnung für welche Maschine?

    Nicht jede Körnung passt zu jeder Maschine. Hier eine Orientierung:

    MaschineEmpfohlene KörnungenBegründung
    BandschleiferP40–P120Hohe Abtragsleistung, gröbere Körnungen nutzen den Vorteil
    ExzenterschleiferP80–P400Universalmaschine, vom Vorschliff bis zum Feinschliff
    SchwingschleiferP120–P320Geringerer Abtrag, ideal für Feinschliff und Zwischenschliff
    DeltaschleiferP80–P240Detailarbeit in Ecken, selten für extremen Grob- oder Feinschliff
    HandschliffP120–P3000Volle Kontrolle, für Feinschliff und Nassschliff unverzichtbar

    Die 5 häufigsten Schleiffehler (und wie du sie vermeidest)

    1. Quer zur Faser schleifen
    Der Klassiker unter den Anfängerfehlern. Querkratzer verschwinden auch nach mehreren Körnungsstufen nicht vollständig – und werden beim Beizen oder Ölen erst richtig sichtbar. Lösung: Immer in Faserrichtung arbeiten. Auch beim Maschinenschleifen darauf achten, dass die Hauptbewegung der Faser folgt.

    2. Körnungsstufen überspringen
    Von P80 direkt auf P220 – das klingt zeitsparend, kostet aber doppelt so viel Zeit. Die groben P80-Kratzer bekommst du mit P220 kaum heraus. Jede Stufe entfernt die Kratzer der vorherigen. Lösung: Maximal eine Stufe überspringen (z. B. P80 → P120 → P180 ist OK, P80 → P180 grenzwertig).

    3. Zu viel Druck ausüben
    Mehr Druck = mehr Abtrag? Falsch. Zu viel Druck sorgt dafür, dass sich das Schleifpapier schneller zusetzt, die Körner ausbrechen und du ungleichmäßige Ergebnisse bekommst. Beim Exzenterschleifer bremst du außerdem die exzentrische Bewegung – es entstehen kreisförmige Riefen. Lösung: Das Eigengewicht der Maschine arbeiten lassen. Nur leicht führen.

    4. Leimreste überschleifen
    Holzleim, der auf der Oberfläche getrocknet ist, versiegelt das Holz. Schleifst du einfach darüber, sieht es erstmal glatt aus. Beim Beizen oder Ölen nimmt die Stelle aber kein Mittel an – und du hast helle Flecken. Lösung: Leimreste vor dem Schleifen mit einem Stechbeitel oder Ziehklinge entfernen. Am besten schon beim Verleimen den austretenden Leim sofort mit einem feuchten Lappen abwischen.

    5. Schleifstaub nicht entfernen
    Zwischen den Körnungswechseln den Staub nicht absaugen? Dann schleifen die groben Staubkörner der vorherigen Stufe unter dem feineren Papier mit und verursachen unregelmäßige Kratzer. Lösung: Nach jedem Körnungswechsel gründlich absaugen und mit einem leicht feuchten Tuch nachwischen. Das „Wässern” zeigt dir gleichzeitig, ob noch Kratzer vorhanden sind.

    Schritt-für-Schritt: So schleifst du Holz richtig

    Egal ob Regal, Tischplatte oder Gartenmöbel – diese Anleitung funktioniert für jedes Holzprojekt:

    1. Werkstück vorbereiten: Leimreste mit Stechbeitel entfernen, vorstehende Schrauben versenken, Astlöcher spachteln und trocknen lassen.
    2. Grobschliff (P80–P100): Mit dem Exzenterschleifer oder Bandschleifer die Oberfläche glätten. In Faserrichtung arbeiten. Gleichmäßig und ohne übermäßigen Druck.
    3. Staub entfernen: Absaugen, dann mit leicht feuchtem Mikrofasertuch nachwischen.
    4. Wässern (optional, aber empfehlenswert): Die Oberfläche mit einem nassen Schwamm befeuchten und trocknen lassen. Dadurch stellen sich die Holzfasern auf. Den nächsten Schliff mit P120–P150 durchführen – die aufgestellten Fasern werden abgeschliffen und stehen später beim Ölen oder Beizen nicht mehr hoch.
    5. Feinschliff (P180–P220): Letzte Körnungsstufe vor der Oberflächenbehandlung. Schleife die gesamte Fläche gleichmäßig durch.
    6. Finale Reinigung: Gründlich absaugen und mit Haftgrund-Tuch oder leicht feuchtem Lappen den letzten Staub entfernen.
    7. Oberflächenbehandlung: Jetzt Öl, Wachs, Beize oder Lack auftragen.
    8. Zwischenschliff (bei Lack): Nach dem Trocknen der ersten Schicht mit P220–P320 leicht anschleifen, Staub entfernen, nächste Schicht auftragen.

    Schleifpapier-Empfehlungen

    Diese Schleifmittel haben sich in der Praxis bewährt – vom Hobby-Heimwerker bis zum Profi-Schreiner:

    Bosch Professional Schleifblatt-Set (6-teilig, 125 mm)

    Solides Allround-Set für Exzenterschleifer mit 125-mm-Schleifscheiben. Enthält die wichtigsten Körnungen für den kompletten Schleifprozess an Holz. Die Klett-Haftung sitzt sicher und lässt sich trotzdem leicht wechseln. Ideal für Einsteiger und alle, die ein gut sortiertes Grund-Set brauchen.

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    Bosch 25-teiliges Schleifblatt-Set (125 mm, Mehrloch)

    Wer häufig schleift, braucht Nachschub. Dieses 25er-Set deckt alle gängigen Körnungen ab und bietet ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Mehrloch-Stanzung sorgt für effektive Staubabsaugung – das verlängert die Standzeit der Blätter spürbar.

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    Mirka Abranet Schleifscheiben (125 mm)

    Die Abranet-Netzscheiben von Mirka sind das Upgrade für ambitionierte Holzwerker. Die offene Netzstruktur verhindert das Zusetzen fast komplett – du schleifst länger mit gleichmäßigem Ergebnis. Staubabsaugung funktioniert über die gesamte Fläche, nicht nur über einzelne Löcher. Spürbar bessere Oberflächenqualität, besonders beim Feinschliff.

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    Bosch EXPERT C470 Schleifblatt-Set (Mehrloch, 125 mm)

    Die Expert-Linie von Bosch Professional bietet eine höhere Standzeit als die Standard-Blätter. Speziell für Holz und Farbe optimiert, mit besonders gleichmäßiger Kornstreuung. Die beste Wahl, wenn du regelmäßig schleifst und konstant gute Ergebnisse brauchst, ohne zur teureren Mirka-Klasse zu greifen.

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    Häufige Fragen zu Schleifpapier & Körnung

    Welche Körnung für Holz vor dem Lackieren?

    Für den finalen Schliff vor dem Lackieren empfiehlt sich P180 bis P220. Damit ist die Oberfläche glatt genug für einen gleichmäßigen Lackauftrag, aber noch rau genug, damit der Lack gut haftet. Bei Spritzlackierung kann P240 sinnvoll sein.

    Welche Körnung für Holz vor dem Ölen?

    P150 bis P180 sind ideal. Feiner als P180 solltest du vor dem Ölen nicht schleifen – die Holzporen werden sonst teilweise verschlossen und das Öl kann nicht richtig eindringen. Das Ergebnis wäre ein fleckiger, ungleichmäßiger Auftrag.

    Was bedeutet die P-Zahl auf Schleifpapier?

    Das „P” steht für die europäische FEPA-Norm (Federation of European Producers of Abrasives). Die Zahl gibt die Anzahl der Maschenöffnungen pro Zoll des Siebs an, durch das die Schleifkörner sortiert wurden. P80 hat also gröbere Körner als P220. In den USA wird das CAMI-System verwendet – die Werte weichen leicht ab.

    Kann man Schleifpapier nass verwenden?

    Nur spezielles Nassschleifpapier! Es hat eine wasserresistente Unterlage und ist meist mit Siliziumkarbid beschichtet (schwarz). Normales braunes Schleifpapier löst sich bei Nässe auf. Nassschliff wird ab P400 aufwärts eingesetzt, vor allem bei Lack- und Metallarbeiten.

    Wie oft sollte man das Schleifpapier wechseln?

    Sobald die Abtragsleistung merklich nachlässt oder sich das Papier zusetzt (weiße/helle Stellen). Mit zugesetztem Schleifpapier arbeitest du ineffektiv und erzeugst durch den erhöhten Druck Hitze, die Harz aus dem Holz löst. Lieber rechtzeitig wechseln – frisches Schleifpapier spart Zeit und liefert bessere Ergebnisse.

    Welche Körnung für den Zwischenschliff bei Lack?

    P220 bis P320. Ziel ist es, die Oberfläche nur leicht anzurauen, damit die nächste Lackschicht haftet. Schleife mit wenig Druck und entferne anschließend den Staub gründlich mit einem Haftgrund-Tuch.

    Ist teures Schleifpapier wirklich besser?

    Ja – in den meisten Fällen. Premium-Schleifmittel wie Mirka Abranet oder 3M Cubitron haben eine gleichmäßigere Kornstreuung, setzen sich langsamer zu und halten deutlich länger. Auf die Gesamtkosten gerechnet (Arbeit + Material) sind sie oft günstiger als Billigware, weil du weniger Blätter verbrauchst und schneller fertig bist.

    Kann ich Schleifpapier für Holz auch auf Metall verwenden?

    Grundsätzlich ja, aber es nutzt sich schneller ab. Für Metall sind Schleifgewebe mit Zirkonkorund oder Keramikkorn besser geeignet. Siliziumkarbid-Papier funktioniert gut für Metall-Nassschliff. Normales Korund-Schleifpapier für Holz ist zu weich für härtere Metalle wie Stahl.

    Weitere Rechner & Tools

    Für dein nächstes Holzprojekt findest du bei uns weitere praktische Rechner:

    robert
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